Fahren in der Motorrad-Gruppe

Um Gruppenfahrten unkompliziert und sicher zu machen, mögen besonders Fahranfänger oder Gruppenneulinge diese Regeln beherzigen.

Pünktlich und betankt eintreffen:


Versteht sich eigentlich von selbst, dass man die anderen Mitfahrer nicht unnötig warten lässt.
Wer trotzdem gleich nach Abfahrt nachtanken muss, gibt einen aus!
(Ausnahmen hierzu gibt es bloß, wenn man einen undichten Tank hat, dafür muss man aber einen Ersatzkanister mitführen.) ;-)
Vor Abfahrt sollte ausserdem jeder dem Wegführer mitteilen, wie lange er durchschnittlich mit seinem Tank durchhält, der erste Tankstopp richtet sich logischerweise nach der geringsten Reichweite. Auch Raucher outen sich rechtzeitig, bevor sie vom Mopped fallen, der Wegführer hat, selbst wenn er selbst nicht raucht, ausreichend Verständnis für die Süchte seiner Mitmenschen, um Pausen einzubauen. ;o)

 

Fahrreihenfolge in der Gruppe:

Anfänger, weniger Geübte oder gemächlicher Fahrende fahren am Anfang der Gruppe gleich hinter dem Wegführer, so fühlen sie sich sicherer und der Wegführer kann sein Tempo entsprechend anpassen. Die einmal gewählte Reihenfolge wird möglichst beibehalten, so ist am ehesten gewährleistet, dass niemand unterwegs verloren geht.

Sicherheitsplus durch versetztes Fahren:

Um eine geschlossene Gruppe zu halten und dennoch ausreichend Sicherheitsabstand zu haben, wird versetzt gefahren, also in der Art: 1.Mopped fährt links zum Mittelstreifen hin, 2.Mopped fährt rechts zum Fahrbahnrand hin, 3.Mopped dann wieder zum Mittelstreifen hin usw.
So kann geschlossen gefahren werden und die Gruppe zieht sich nicht so weit auseinander. Diese Fahranordnung wird auch dann eingehalten, wenn sich die Gruppe aufgrund höherer Reisegeschwindigkeit etwas auseinanderzieht.
(Du solltest also in der Lage sein Kurven sowohl aussen, wie innen zu fahren, falls Du das noch nicht sicher beherrscht, solltest Du das üben).
Ist Anhalten an Ampeln erforderlich schliessen die Moppeds in Zweierreihen auf, sodass die ganze Gruppe möglichst innerhalb einer Ampelphase durchfahren kann.
Um Missverständnisse und daraus resultierende Rempeleien und Stürze zu vermeiden, fahren die Moppeds dann in derselben Reihenfolge nacheinander los, wie sie nacheinander angehalten haben.

 

Verantwortung für das auffolgende Fahrzeug:

Jeder Teilnehmer ist verantwortlich dafür, dass das ihm jeweils folgende Fahrzeug nicht verloren geht, und vergewissert sich durch regelmässige Blicke in den Rückspiegel, ob das Folgefahrzeug noch mithält, fällt es zurück wird durch Lichthupe oder Warnblinklicht nach vorne gemeldet, dass es Probleme gibt, jeder der entsprechende Lichtzeichen im Rückspiegel wahrnimmt, gibt sie nach vorne weiter, damit der Wegführer weiss, dass angehalten werden muss.
So ist sichergestellt, dass auch bei einer unübersichtlichen Strecke und auseinandergezogenen Gruppe niemand verloren geht.

 

Verhalten bei aktiven Überholmanövern:

Der Wegführer achtet darauf, dass er nur dann überholt, wenn ausreichend Platz bleibt, damit wenigstens das nächste besser auch das übernächste Mopped mitziehen können.
Auf unübersichtlichen Kurvenstrecken gibt der Wegführer nach seinem Überholvorgang Hand- oder Blinkzeichen links, damit die Nachfolgenden wissen, dass kein Fahrzeug entgegenkommt und sie aufschliessen können, auch wenn sie selbst nicht ausreichend einsehen können. (Ersatzweise kann er in Rechtskurven auch auf der linken Fahrspur fahren, so ist es am offensichtlichsten, dass kein Gegenverkehr kommt.)
Grundsätzlich gilt: niemand sollte sich zum Überholen gezwungen fühlen, jeder überholt auf eigene Verantwortung und nur dann, wenn es mit den eigenen Fahrfähigkeiten vereinbar ist.

 

Verhalten bei passiven Überholmanövern:

Da wir regelmässig in den Rückspiegel blicken, sollten uns Drängler schon auffallen wenn sie zur Gruppe aufschliessen und bevor sie in den Verband reindrücken. Die ganze Gruppe nebst Drängler fährt am sichersten, wenn der Drängler möglichst zügig seinem Drang nachgehen kann, d.h. wir lassen ihn überholen und die links aussen Fahrenden ziehen zu diesem Behufe gegebenenfalls etwas nach spurinnen und lassen sich nach der Passage wieder an ihren Aussenplatz tragen.

 

Jeder fährt auf eigene Verantwortung:

es ist selbstverständlich, dass jeder selbst auf die Strecke achten muss. Sollte die Gruppe versehentlich Verkehrsregeln missachten, so trifft jeden die Verantwortung für sein eigenes Verhalten und es ist nicht dem Wegführer anzulasten.
Auch sollte sich niemand gedrängt fühlen für seine Verhältnisse zu schnell oder waghalsig zu fahren oderso zu überholen. Wer seinen Fähigkeiten entsprechend fährt, beeinflusst automatisch die Fahrweise der gesamten Gruppe, das langsamste Fahrzeug bestimmt die Reisegeschwindigkeit.
Das hat nichts mit Gesichtsverlust zu tun - dafür sind wir einfach schon zu alt - sondern erhöht die Sicherheit der ganzen Gruppe.
Wer gerne flott fährt, sollte sich hinten einreihen, die Schlusslichter dürfen öfters mal Schuss fahren, damit sie dran bleiben. ;o)

 

Schlusslicht und Lumpensammler:

bei grossen Gruppen wird neben dem Wegführer auch ein Schlussfahrzeug bestimmt, dieser Fahrer muss sich mit dem Wegführer über die Fahrtstrecke abstimmen, sodass er auch ohne dessen Führung eventuell versprengte Fahrer einsammeln und zur Gruppe zurück bringen kann.
Im Zeitalter von Handies kein wirklich unmögliches Unterfangen mehr. ;o)

 

Tja, das war's schon:

nun viel Spass in unserer Gruppe.